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Gedenkstätte Kriegsgefangenlager Altengrabow soll in Landesstiftung
Von Matthias Graner
16. Dezember 2011
Heute haben wir im Landtag unter anderem auch über einen Antrag beraten, die Gedenkstätten Kriegsgefangenenlager Altengrabow und Isenschnibber Feldscheune in der Hansestadt Gardelegen in die Gedenkstättenstiftung des Landes Sachsen-Anhalt aufzunehmen. Der Antrag war von meinem Fraktionskollegen Rüdiger Erben vorbereitet und dann von Abgeordneten aus allen Fraktionen unterzeichnet worden.
Für die SPD-Fraktion konnte ich im Landtag zu dem Antrag sprechen. Wer Interesse hat, kann die Rede hier im Video ansehen.
Ich bin ja bereits seit mehreren Jahren Mitglied im Förderverein „Gedenkstätte Kriegsgefangenenlager und Sammlung Truppenübungsplatz Altengrabow e. V.“. Unter der Leitung der ehemaligen Dörnitzer Bürgermeisterin Christel Kitschke und der Mitarbeit des Kommandanten des Truppenübungsplatzes Altengrabow, Hauptmann Klaus Kempka, sowie des früheren Vizepräsidenten des Landtages von Sachsen-Anhalt, Dr. Rüdiger Fikentscher, ist es in den vergangenen Jahren gelungen, am Gedenkort in Altengrabow ein würdiges Mahnmal unmittelbar an der Einfahrt zum Truppenübungsplatz zu errichten.
Dazu gab es einen Wettbewerb für die Schaffung eines Gedenkortes, der von der Bundeskulturstiftung gefördert wurde. Die Jury entschied sich für einen Entwurf von Michael Krenz, Absolvent der Burg Giebichenstein (Kunsthochschule). Die Kosten für die Errichtung des Denkmals wurden durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Jerichower Land aufgebracht.
Das Mahnmal wurde am 1. September 2009, dem 70. Jahrestag des Beginns des 2. Weltkrieges, feierlich in Anwesenheit von Ministerpräsident Böhmer und des damaligen Landtagspräsidenten Steinecke eröffnet.
Der Antrag wurde bei der gestrigen Landtagssitzung ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen beschlossen. Nunmehr wird federführend im Ausschuss für Bildung und Kultur sowie mitberatend im Finanzausschuss die weitere Vorgehensweise diskutiert. Ziel des Antrages ist, beide Gedenkorte in die Gedenkstättenstiftung des Landes Sachsen-Anhalt aufzunehmen. Dann wäre eine gute Grundlage gelegt, um in Altengrabow auch für die nächsten Jahre und Jahrzehnte ein würdiges Gedenken an die vielen Tausend dort umgekommener Kriegsgefangener zu ermöglichen.
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